Reise Spreewald und Lausitz 02.05. - 05.05.2013

        

 

Am 2. Mai 2013 startete der Reichmeister-Bus mit 41 gutgelaunten Mitgliedern zur Mehrtagestour "Spreewald und Lausitz".

Bei bestem Reisewetter fuhren wir in unsere Übernachtungsstadt Cottbus, die wir auch am gleichen Nachmittag erkundeten. Cottbus ist mit 100.000 Einwohnern die größte Stadt der Niederlausitz, gewachsen durch 4 Textilfirmen, die aber heute unbedeutend bzw. gar nicht mehr bestehen. Schöner als die Stadt ist der Branitzer Park. Fürst Hermann von Pückler erschuf einen Landschaftspark von großer Weite und Schönheit, in dessen Zentrum das Schloss steht. Aber er ist nicht durch den Park berühmt geworden, sondern mit einem 3-Schichten Eis (Erdbeer-Vanille-Schokolade), dem er nur seinen Namen gab; erfunden hat er es nicht!


 

Am zweiten Tag verließen wir das Hotel mit einem ortskundigen Reiseleiter in Richtung Spreewald, der von der UNESCO als Biosphärenreservat geschützt wird. Die Auen- und Moorlandschaft wird durch die natürliche Flusslaufsverzweigung der Spree und neu angelegte Kanäle geprägt.

Mit dem Spreewald-Kahn gleiteten wir durch die ruhig fließenden "Fließe", hin und wieder einige Paddler, die entgegen kamen. Aber die Biber ließen sich nicht blicken; wir konnten nur ahnen, dass sie des Nachts emsig bei der Arbeit waren. Einige Bäume hatten ein so großes Loch, dass wir fürchteten, sie könnten sofort umfallen. Die Stille war beeindruckend.

Nach 3 Stunden Kahnfahrt wurden wir schon im Gasthaus "Froschkönig" in Leipe zum Spreewaldbuffet erwartet. Hier konnte jeder satt werden, es gab nicht nur Gurken in verschiedenen Gewürzen. Die Rückfahrt durch die Gurkenfelder, die Buchen- und Eichenwälder verging im Fluge, wir waren ganz ergriffen von der schönen Landschaft.


Am Samstag begann unsere Rundfahrt in Bad Muskau. Herzstück im kleinen Städtchen ist das hübsch renovierte Schloss. Noch schöner ist der Muskauer Park mit weiten Wiesen, majestätischen Bäumen, geschwungene Wege, Wasser und Brücken und einer Gloriette (Laube). Auch hier war der Fürst von Pückler als Landschaftskünstler tätig. Heute beherbergt das Schloss eine Landschaftgärtner-Schule.


 

Unsere Weiterfahrt nach Weißwasser und Nochten ließ uns ruhig werden: nach soviel Schönheit und Harmonie von Bad Muskau waren wir etwas erschreckt vom Aussehen des Braunkohleabbaugebietes. Vom Turm des Informationszentrums konnten wir die riesigen Bagger beim Abräumen beobachten. Im Hintergrund der "Marslandschaft" qualmten die Türme des Kraftwerkes Boxberg.

Wir waren nun sehr gespannt, wie die Renaturierung wohl aussah. Auch die Reiseleiterin machte uns neugierig. Sie fuhr als erstes mit uns zum Bärwalder See, ein künstlich von Menschenhand angelegter Landschaftspark mit viel Wasser. Auch dies war einmal Tagebaurestloch, welches im Laufe von 10 Jahren mit Wasser aus Spree und Elster aufgefüllt wird. So entstand und entsteht die Seenplatte Lausitzer Seenland, die inzwischen 10 Seen mit 7000 Hektar Wasserfläche umfasst.

Unser Busfahrer fuhr nicht alle Seen ab, aber bis Großräschen bekamen wir einen tiefen Eindruck von der Wandlung eines Braunkohlenreviers zum Tourismus- und Naturparadies.


 

Viel zu schnell mussten wir am vierten Tag von Cottbus Abschied nehmen und reisten ab mit Ziel Lutherstadt Wittenberg. Unsere Stadtführerin erwartete uns bei strahlendem Sonnenschein und zeigte uns das Tor der Schlosskirche, Ort des Thesenanschlags, die prachtvollen Cranach-Häuser am Marktplatz, das Melanchthonhaus und das Lutherhaus, wo Luther mit seiner Familie wirkte und lebte. Leider war die Stadt- und die Schloßkirche für Besucher geschlossen, da sich die Lutherstadt fein macht für das große Jubiläumsfest 2017, da sich dann der Anschlag der 95 Thesen zum 500sten Mal jährt.


 

Mit soviel Weltgeschichte gestärkt, reisten die Lachendorfer Landfrauen und ihre Gäste nun der Heimat entgegen und erreichten wohlbehalten ihr Zuhause.

Gisela Schür

 

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Reise Spreewald - Lausitz
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Reisebedingungen Spreewald und Lausitz
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Reiseablauf Spreewald und Lausitz


 


 

    

 

 

              

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